Eisprung auslösen: Was du selbst tun kannst und was nur der Arzt kann
Selbst auslösen kannst du deinen Eisprung nicht. Was nachweislich die Chance auf einen regelmäßigen Eisprung verbessert: ein Gewicht im Normalbereich, Rauchstopp, weniger Alkohol und das genaue Kennen deines Zyklus. Bleibt der Eisprung trotzdem aus, kann der Arzt ihn medikamentös auslösen, mit Clomifen, Letrozol, einer hCG-Spritze oder Gonadotropinen, bei PCOS oft kombiniert mit Metformin.
Redaktion Eisprungkalender24· Stand:
Redaktionell erstellt und geprüft. Kein Ersatz für ärztlichen Rat, bei Beschwerden bitte eine Frauenärztin oder einen Frauenarzt aufsuchen.
Wer sich ein Baby wünscht und Monat für Monat wartet, sucht früher oder später nach Wegen, den Eisprung auszulösen oder wenigstens zu fördern. Die ehrliche Antwort vorweg: Ein Knopf, den du selbst drücken kannst, existiert nicht. Der Eisprung wird von einem fein abgestimmten Zusammenspiel aus Gehirn, Hypophyse und Eierstöcken gesteuert, und dieses System reagiert auf deine Lebensumstände, nicht auf einzelne Hausmittel.
Was du tun kannst, ist, die Bedingungen zu verbessern, unter denen dieses System zuverlässig arbeitet, und damit deine Fruchtbarkeit insgesamt. Und was der Arzt tun kann, ist, den Eisprung mit Medikamenten gezielt anzustoßen, wenn er von allein nicht kommt. Dieser Ratgeber trennt sauber zwischen beidem, beantwortet die häufigsten Fragen zum Thema und benennt, wie gut die Belege für jede Methode sind. Denn der Eisprung ist nur der erste Schritt: Danach müssen Befruchtung und Einnistung gelingen, bevor aus dem Kinderwunsch eine Schwangerschaft wird.
Wie entsteht der Eisprung und warum bleibt er aus?
In jedem Menstruationszyklus schüttet die Hypophyse das follikelstimulierende Hormon FSH aus. Es lässt in den Eierstöcken mehrere Follikel wachsen, von denen sich einer durchsetzt. Der reifende Follikel produziert Östrogen, und wenn der Östrogenspiegel hoch genug ist, gibt die Hypophyse einen Schub des luteinisierenden Hormons LH ab. Etwa 24 bis 36 Stunden nach Beginn dieses LH-Anstiegs platzt der Follikel und gibt die Eizelle frei. Aus dem Rest des Follikels wird der Gelbkörper, der Progesteron bildet und die Gebärmutterschleimhaut auf die Einnistung vorbereitet.
Bleibt der Eisprung aus, spricht man von einer Ovulationsstörung oder Anovulation. Sie ist bei Frauen einer der häufigsten Gründe für unerfüllten Kinderwunsch, denn ohne Eizelle gibt es keine Befruchtung. Die Hormone, die den Zyklus steuern, reagieren empfindlich auf Gewicht, Stress und Erkrankungen. Die häufigsten Ursachen sind:
- PCOS (polyzystisches Ovarialsyndrom): die häufigste Ursache von Zyklusstörungen bei Frauen im gebärfähigen Alter. Zu viele Androgene und oft eine Insulinresistenz verhindern, dass ein Follikel zu Ende reift. Mehr dazu im Ratgeber zu PCOS und Zyklusstörungen.
- Untergewicht, Essstörungen, exzessiver Sport: Fehlt dem Körper Energie, drosselt das Gehirn die Hormonachse, und der Eisprung fällt aus (hypothalamische Amenorrhoe).
- Starkes Übergewicht: Fettgewebe bildet Östrogen und verstärkt eine Insulinresistenz, beides stört die Eizellreifung.
- Chronischer Stress und Schlafmangel: Sie wirken über dieselbe Achse wie Energiemangel, meist weniger drastisch, aber messbar.
- Schilddrüsenfunktionsstörungen: Sowohl Unter- als auch Überfunktion verschieben den Zyklus.
- Hyperprolaktinämie: Ein zu hoher Prolaktinspiegel, etwa durch Medikamente, Stress oder ein kleines Hypophysenadenom, unterdrückt den Eisprung.
- Perimenopause und verminderte Eizellreserve: Mit dem Alter bleiben Eisprünge häufiger aus, und der Vorrat an Eizellen nimmt ab.
- Nach dem Absetzen der Pille: In den ersten Monaten ist ein fehlender Eisprung normal; nach sechs Monaten ohne Periode sollte eine Abklärung erfolgen.
Wie erkennst du, ob du einen Eisprung hast?
Bevor du versuchst, den Eisprung zu fördern, solltest du wissen, ob und wann er stattfindet. Eine regelmäßige Periode allein ist kein Beweis, denn auch Zyklen ohne Eisprung können mit einer Blutung enden. Drei Methoden geben dir Sicherheit:
- Basaltemperatur: Nach dem Eisprung steigt die morgendliche Aufwachtemperatur durch das Progesteron um etwa 0,2 bis 0,5 Grad und bleibt bis zur Periode oben. Diese Zweiphasigkeit ist der beste Nachweis eines stattgefundenen Eisprungs, den du zu Hause führen kannst. Wie du die Kurve deutest, erklärt die Basaltemperatur-Auswertung.
- Ovulationstests: Sie messen den LH-Anstieg im Urin und zeigen den Eisprung 24 bis 36 Stunden im Voraus an. Wie der LH-Anstieg abläuft und was ein Dauer-positiv bei PCOS bedeutet, liest du im Ratgeber zum LH-Anstieg.
- Körperzeichen: Spinnbarer Zervixschleim, Mittelschmerz und ein weicher Muttermund kündigen den Eisprung an. Alle Zeichen im Überblick findest du unter Eisprung-Symptome.
Der Zyklusrechner und der Eisprungkalender geben dir einen Anhaltspunkt, an welchem Zyklustag der Eisprung bei deiner Zykluslänge rechnerisch zu erwarten ist. Bei unregelmäßigen Zyklen ersetzen sie aber keine Beobachtung.
Fruchtbarkeit fördern: Was du selbst für einen regelmäßigen Eisprung tun kannst
Die folgenden Faktoren sind in Leitlinien und Studien gut belegt. Sie lösen keinen Eisprung aus, aber sie beseitigen die häufigsten Gründe, warum er ausbleibt, und erhöhen die Chance auf eine Schwangerschaft messbar.
Gewicht in den Normalbereich bringen. Das ist der stärkste Hebel überhaupt. Die ESHRE-Leitlinie zu PCOS nennt Lebensstiländerung mit Gewichtsreduktion als Therapie der ersten Wahl bei übergewichtigen Frauen: Ein Gewichtsverlust von 5 bis 10 Prozent reicht oft, damit der Eisprung wieder einsetzt. Umgekehrt braucht der Körper bei Untergewicht Energie: Wer wieder zunimmt und Trainingsumfang reduziert, bekommt den Zyklus meist zurück.
Rauchen aufhören. Nikotin beschleunigt den Verlust von Eizellen, verschlechtert die Eizellqualität und senkt die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft, auch bei IVF. Der Rauchstopp gilt für beide Partner, weil er auch die Spermienbildung betrifft.
Alkoholkonsum reduzieren. Regelmäßiger Alkoholkonsum ist mit Zyklusstörungen und längerer Zeit bis zur Schwangerschaft verbunden. Bei Kinderwunsch empfehlen die Fachgesellschaften, weitgehend zu verzichten.
Ausreichend schlafen und Stress abbauen. Chronischer Stress und Schichtarbeit können den Zyklus verschieben. Stressreduktion allein löst keinen Eisprung aus, aber sie nimmt einen Störfaktor weg. Realistisch ist: regelmäßige Schlafzeiten, Bewegung in moderatem Umfang, Entspannungstechniken, wenn sie dir guttun.
Ausgewogen essen. Vollkorn, Gemüse, Hülsenfrüchte, gute Fette und wenig Zucker helfen vor allem bei Insulinresistenz. Eine spezielle Fruchtbarkeitsdiät, die den Eisprung auslöst, gibt es nicht.
Folsäure einnehmen. Sie fördert nicht den Eisprung, gehört aber zu jedem Kinderwunsch dazu: Die DGE empfiehlt 400 Mikrogramm Folsäure täglich, mindestens vier Wochen vor der Empfängnis beginnend, um Neuralrohrdefekte beim Kind zu verhindern. Welche Präparate infrage kommen, zeigt der Vergleich von Folsäure bei Kinderwunsch. Ein Vitamin-D-Mangel sollte ausgeglichen werden, ein Nutzen für den Eisprung ist damit aber nicht belegt.
Den richtigen Zeitpunkt nutzen. Der Eisprung kann noch so regelmäßig sein, wenn der Geschlechtsverkehr in die falschen Tage fällt. Die Eizelle ist nur 12 bis 24 Stunden befruchtungsfähig, Spermien überleben bis zu fünf Tage. Sex alle zwei bis drei Tage in der Woche vor dem erwarteten Eisprung deckt das fruchtbare Fenster ab und gibt der Befruchtung die beste Chance.
Den Partner einbeziehen. Bei etwa der Hälfte aller Paare mit unerfülltem Kinderwunsch liegt ein Teil der Ursache bei Männern. Rauchen, Alkohol, Übergewicht, Hitze (Sauna, Laptop auf dem Schoß) und manche Medikamente verschlechtern Spermienbildung und Qualität der Spermien. Ein Spermiogramm ist einfach, günstig und gehört an den Anfang jeder Abklärung, nicht ans Ende.
Mönchspfeffer, Zyklustees und andere pflanzliche Mittel
Mönchspfeffer (Vitex agnus-castus) ist das am besten untersuchte pflanzliche Mittel für den Zyklus. Er senkt über Dopaminrezeptoren das Prolaktin und kann bei leicht erhöhtem Prolaktin und Gelbkörperschwäche die zweite Zyklushälfte stabilisieren. Die Studien dazu sind klein und teils älter, ein Nachweis, dass Mönchspfeffer bei PCOS oder anderen Ovulationsstörungen den Eisprung auslöst, fehlt. Was er kann und was nicht, liest du im Ratgeber zu Mönchspfeffer und Zyklus.
Für Frauenmantel, Himbeerblätter, Schafgarbe, Yamswurzel und die üblichen Zyklustees gibt es keine belastbaren Studien zur Auslösung des Eisprungs. Sie schaden in normalen Mengen nicht, sollten aber keine Abklärung ersetzen oder verzögern. Auch für Akupunktur ist die Studienlage widersprüchlich: Manche Frauen empfinden sie als entspannend, ein Effekt auf die Ovulationsrate ist nicht gesichert. Wenn du Präparate ausprobierst, gib dir dafür maximal drei Monate und geh danach zum Arzt, wenn sich nichts ändert.
Eisprung medizinisch auslösen: Welche Medikamente gibt es?
Wenn eine Ovulationsstörung diagnostiziert ist, kann der Frauenarzt oder die Kinderwunschklinik den Eisprung mit Medikamenten anstoßen. Voraussetzung ist eine Abklärung: Hormonstatus (FSH, LH, Östrogen, Prolaktin, TSH, AMH, Androgene), Ultraschall der Eierstöcke, Durchgängigkeit der Eileiter und ein Spermiogramm des Partners. Ohne diese Basis ist eine Stimulation nicht sinnvoll.
| Wirkstoff | Wie er wirkt | Für wen | Wichtige Risiken |
|---|---|---|---|
| Clomifen | Blockiert Östrogenrezeptoren im Gehirn, Hypophyse gibt mehr FSH/LH ab | Anovulation mit normalem Östrogen, PCOS | Mehrlinge (etwa 5 bis 10 Prozent), dünnere Gebärmutterschleimhaut, Hitzewallungen, Sehstörungen |
| Letrozol | Hemmt die Östrogenbildung, gleicher Effekt auf FSH | Erste Wahl bei PCOS laut ESHRE 2023, in Deutschland off-label | Mehrlinge seltener als bei Clomifen, Müdigkeit, Schwindel |
| hCG-Spritze (Trigger) | Imitiert den LH-Anstieg, Eisprung etwa 36 Stunden später | Nach Follikelreifung, um den Zeitpunkt zu steuern | Überstimulation, wenn zu viele Follikel gereift sind |
| Gonadotropine (FSH/LH) | Direkte Stimulation der Follikel per Spritze | Wenn Tabletten nicht wirken, bei niedrigem FSH, vor IVF/ICSI | Überstimulationssyndrom (OHSS), Mehrlinge, engmaschige Kontrolle nötig |
| Metformin | Verbessert die Insulinresistenz | PCOS mit Insulinresistenz, meist ergänzend | Magen-Darm-Beschwerden |
Clomifen wird meist an fünf Tagen zu Beginn des Zyklus eingenommen, etwa Zyklustag 3 bis 7 oder 5 bis 9. Per Ultraschall prüft der Arzt, ob und wie viele Follikel reifen. Es ist verschreibungspflichtig und gehört nicht in Eigenregie eingenommen, weil sonst weder Mehrlinge noch eine Überstimulation erkannt werden. Die Behandlung wird üblicherweise auf sechs Zyklen begrenzt.
Letrozol ist ein Aromatasehemmer, der ursprünglich aus der Brustkrebstherapie stammt. Die Cochrane-Analyse von 2022 zeigt bei PCOS eine höhere Lebendgeburtenrate als unter Clomifen, weshalb die ESHRE-Leitlinie 2023 Letrozol als erste Wahl empfiehlt. In Deutschland ist es für diesen Zweck nicht zugelassen und wird off-label nach Aufklärung verordnet.
Die hCG-Spritze löst den Eisprung nicht bei jedem aus, sondern nur, wenn zuvor ein Follikel auf etwa 18 bis 20 Millimeter herangereift ist. Der Arzt sieht das im Ultraschall und setzt dann den Trigger. Etwa 36 Stunden später findet der Eisprung statt, so lässt sich der Geschlechtsverkehr oder eine Insemination genau planen.
Gonadotropine werden täglich gespritzt und brauchen engmaschige Ultraschall- und Hormonkontrollen. Sie kommen zum Einsatz, wenn Tabletten nicht wirken oder im Rahmen von IVF und ICSI. Das Überstimulationssyndrom ist die wichtigste Komplikation und der Grund, warum diese Behandlung in spezialisierte Hände gehört.
Eisprung auslösen bei PCOS: Der Weg zur Schwangerschaft
Bei PCOS gilt eine feste Reihenfolge, die in der internationalen Leitlinie von 2023 festgelegt ist. Erster Schritt bei Übergewicht ist die Lebensstiländerung mit Gewichtsreduktion, Bewegung und Ernährung, weil sie bei vielen Frauen allein den Eisprung zurückbringt. Zweiter Schritt ist Letrozol, alternativ Clomifen, jeweils unter Ultraschallkontrolle. Metformin kann ergänzt werden, besonders bei Insulinresistenz, und verbessert die Ovulationsrate, ist allein aber schwächer als Letrozol.
Reagieren die Eierstöcke auf Tabletten nicht, folgen Gonadotropine in niedriger Dosis oder ein kleiner operativer Eingriff an den Eierstöcken (Laparoskopisches Ovarian Drilling). IVF ist bei PCOS die letzte Stufe und wird gewählt, wenn zusätzlich andere Faktoren wie ein eingeschränktes Spermiogramm vorliegen. Wichtig bei PCOS: Ovulationstests können dauerhaft positiv anzeigen, weil der LH-Grundwert erhöht ist; die Basaltemperatur ist hier der verlässlichere Nachweis.
Wann sollten Frauen mit Kinderwunsch in die Kinderwunschsprechstunde?
Die Faustregel der Fachgesellschaften: Wenn du jünger als 35 bist, nach zwölf Monaten regelmäßigem Sex ohne Verhütung. Ab 35 nach sechs Monaten, ab 40 direkt. Der Grund für die Altersgrenzen: Die Fruchtbarkeit von Frauen nimmt ab Mitte 30 spürbar ab, und jeder Monat Wartezeit senkt die Wahrscheinlichkeit, dass es ohne Hilfe klappt. Früher sinnvoll ist der Termin, wenn deine Zyklen länger als 35 Tage sind oder ganz ausbleiben, wenn PCOS, Endometriose, eine Schilddrüsenerkrankung oder ein Eileiterproblem bekannt sind, oder wenn dein Partner bereits einen auffälligen Spermienbefund hat.
Zum ersten Termin nimm deine Zyklusaufzeichnungen mit: Zykluslängen der letzten Monate, Basaltemperaturkurven, Ergebnisse von Ovulationstests. Diese Daten ersparen oft ein bis zwei Zyklen Diagnostik und zeigen dem Arzt sofort, ob überhaupt ein Eisprung stattfindet. Auf dieser Basis lässt sich dann entscheiden, ob Abwarten, Lebensstil, Tabletten oder eine weitergehende Behandlung der richtige Weg ist. Die gute Nachricht zum Schluss: Ovulationsstörungen gehören zu den am besten behandelbaren Ursachen für unerfüllten Kinderwunsch. Bei den meisten Frauen lässt sich der Eisprung mit den genannten Mitteln zurückholen, und damit steht der Schwangerschaft von dieser Seite nichts mehr im Weg.
Häufige Fragen
Kann man den Eisprung natürlich auslösen?
Nein, direkt auslösen lässt sich der Eisprung ohne Medikamente nicht. Was du beeinflussen kannst, sind die Bedingungen, unter denen dein Körper regelmäßig ovuliert: ein Gewicht im Normalbereich, kein Nikotin, wenig Alkohol, ausreichend Schlaf und kein extremes Training. Bei Übergewicht und PCOS reicht oft schon ein Gewichtsverlust von 5 bis 10 Prozent, damit der Eisprung wieder einsetzt.
Was passiert, wenn man Clomifen nimmt?
Clomifen blockiert die Östrogenrezeptoren im Gehirn. Die Hypophyse denkt, es fehle Östrogen, und schüttet mehr FSH und LH aus. Dadurch reifen ein oder mehrere Follikel heran, und etwa 5 bis 10 Tage nach der letzten Tablette kommt es zum Eisprung. Eingenommen wird es meist an fünf Tagen zu Beginn des Zyklus, unter Ultraschallkontrolle durch den Arzt.
Wie schnell wird man mit Clomifen schwanger?
Bei den meisten Frauen mit Ovulationsstörung löst Clomifen innerhalb der ersten Zyklen einen Eisprung aus. Schwanger werden pro Zyklus deutlich weniger, weil der Eisprung nur eine von mehreren Voraussetzungen ist. Die Behandlung wird üblicherweise auf sechs Zyklen begrenzt; klappt es bis dahin nicht, prüft der Arzt andere Ursachen und Methoden.
Hilft Mönchspfeffer, den Eisprung auszulösen?
Mönchspfeffer kann bei erhöhtem Prolaktin und verkürzter zweiter Zyklushälfte den Zyklus regulieren, die Studienlage dazu ist aber dünn und die Studien klein. Einen ausbleibenden Eisprung bei PCOS oder anderen Ovulationsstörungen ersetzt er nicht. Wer ihn ausprobiert, sollte das mit dem Frauenarzt absprechen und nach drei Monaten ohne Effekt zur Abklärung gehen.
Wann sollte ich in die Kinderwunschsprechstunde?
Nach zwölf Monaten regelmäßigem Sex ohne Verhütung, wenn du unter 35 bist, und nach sechs Monaten, wenn du 35 oder älter bist. Sofort sinnvoll ist der Termin bei sehr unregelmäßigen oder ausbleibenden Zyklen, bekanntem PCOS, Endometriose oder wenn dein Partner bereits einen auffälligen Spermienbefund hat.
Quellen
- Teede HJ et al.: Recommendations from the 2023 International Evidence-based Guideline for the Assessment and Management of Polycystic Ovary Syndrome (ESHRE/ASRM), Hum Reprod 2023.
- Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG): Leitlinie Diagnostik und Therapie vor einer assistierten reproduktionsmedizinischen Behandlung (ART), AWMF-Register 015-085.
- Franik S et al.: Aromatase inhibitors (letrozole) for ovulation induction in women with polycystic ovary syndrome, Cochrane Database Syst Rev 2022.
- National Institute for Health and Care Excellence (NICE): Fertility problems: assessment and treatment, Clinical guideline CG156.
- Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE): Referenzwerte Folat, Empfehlung zur Folsäure-Supplementation bei Kinderwunsch.
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