Basaltemperatur

Der mensch­li­che Kör­per unter­liegt täg­lich Tem­pe­ra­tur­schwan­kun­gen. Wenn man schläft gibt es ein Tem­pe­ra­tur­mi­ni­mum, die­ses Mini­mum wird Basal­t­em­pe­ra­tur genannt. Wenn man diese Tem­pe­ra­tur mes­sen möchte, macht man dies am bes­ten direkt beim auf­wa­chen und vor dem auf­ste­hen. Tritt eine Erhö­hung der Tem­pe­ra­tur über mehr als 18 Tage ein, ist das ein Anzei­chen für eine Schwan­ger­schaft.


Choriongonadotropin

Cho­ri­ongo­na­do­tro­pin wird abge­kürzt mit HCG. Dabei han­delt es sich um ein Hor­mon wäh­rend der Schwan­ger­schaft. Dies wird in der Pla­zenta gebil­det. HCG ist ver­ant­wort­lich für die Abgabe von Östro­gen und Pro­ges­te­ron und unter­stützt das Wachs­tum der Gebär­mut­ter­schleim­haut. Dabei wird außer­dem die Mens­trua­tion wäh­rend der ers­ten Tage der Schwan­ger­schaft ver­hin­dert.

Corpus luteum

Wird auch Gelb­kör­per genannt und ist eine gelb­li­che Sub­stanz, wel­che sich im Eier­stock befin­det. Diese bil­den sich direkt nach dem Eisprung.

Dabei wer­den Pro­ges­te­ron und Östro­gen abge­son­dert. Wird die Eizelle dann befruch­tet, dann ver­grö­ßert sich der Gelb­kör­per und schüt­tet Schwan­ger­schafts­hor­mone aus. Wenn keine Befruch­tung statt­fin­det, dann schrumpft der Gelb­kör­per wie­der bis zum nächs­ten Zyklus zusam­men.

Der weibliche Zyklus

Der weib­li­che Zyklus ist bestimmt durch den Eisprung und die Peri­ode. Somit erkennt die Frau ihre frucht­ba­ren und nicht frucht­ba­ren Tage. Fin­det ein Eisprung statt, dann wird die her­an­ge­reifte Eizelle mit dem Eier­stock ver­bun­den. Diese wird von dem Eilei­ter auf­ge­fan­gen. Wenn ein nicht geschütz­ter Geschlechts­ver­kehr statt­fand, dann kann es pas­sie­ren, dass sich im Eilei­ter Sper­mien befin­den. Durch den Zer­vix­schleim ist der Weg in die Eilei­ter nicht mehr ver­sperrt. Am Ende der Eilei­ter kann die Eizelle nun befruch­tet wer­den. Pas­siert nichts, dann beginnt die Eizelle den Weg in die Gebär­mut­ter. Pas­siert dies nicht, dann wird die Gebär­mut­ter­schleim­haut durch den Schleim wie­der her­aus gespült. Nun kann die Peri­ode ein­set­zen.

Eierstöcke

Eier­stö­cke gehö­ren zu dem weib­li­chen Geschlechts­or­gan. Zu Geburt eines Mäd­chens lie­gen bereits bis zu zwei Mil­lio­nen Eizel­len in ihr vor. In der Puber­tät reift dann jeden Monat wäh­rend eines Zyklus eine Eizelle zum Eisprung heran. Der Eisprung fin­det dabei jeweils in der Zyklus­mitte statt. Die Eizelle wan­dert in den Eilei­ter bis hin zur Gebär­mut­ter. Dann wird eine männ­li­che Samen­zelle befruch­tet und diese kann sich ein­nis­ten. Wenn eine Befruch­tung nicht erfolgt, dann stirbt die Eizelle wie­der ab. Durch Eier­stö­cke wer­den nicht nur befruch­tungs­fä­hige Eizel­len gebil­det, auch die Hor­mone Östro­gen und Pro­ges­te­ron.

Eileiter

Durch die Eilei­ter kann nach dem Eisprung die reife Eizelle in die Gebär­mut­ter trans­por­tiert wer­den. Folg­lich fin­det eine Befruch­tung im Eilei­ter statt.

Eileiterschwangerschaft

Eine Eilei­ter­schwan­ger­schaft kommt lei­der auch ab und zu vor, sie wird auch als extrau­te­rine Schwan­ger­schaft oder EUG bezeich­net. Wenn ein Ei befruch­tet wird, und es nis­tet sich das Ei außer­halb der Gebär­mut­ter ein. Dies kommt in 1 bis 2 Pro­zent der Fälle vor. Es fin­det dann oft eine Eilei­ter­schwan­ger­schaft statt, sel­ten jedoch eine Bauch­höh­len­schwan­ger­schaft.

Eisprung

Eisprung oder auch Ovu­la­tion oder Fol­li­kel­sprung genannt, bezeich­net das Sprin­gen von unbe­fruch­te­ten Eizel­len aus dem Eier­stock einer Frau. Er fin­det circa in der Mitte des Zyklus statt, wobei es zu Schwan­kun­gen kom­men kann. Ein Eisprung fin­det statt, wenn es zu einer Ver­schmel­zung von Sper­mium mit der Eizelle kommt. Der Leit­fol­li­kel wird aus dem Eier­stock der Frau aus­ge­sto­ßen und tritt dann in den Eilei­ter ein. Nach dem Eisprung wird die Eizelle in die Gebär­mut­ter beför­dert. Wenn nun unge­schütz­ter Geschlechts­ver­kehr statt­fin­det, kann die Samen­zelle befruch­tet wer­den. Die Dauer des Zyklus liegt bei circa 24 bis 34 Tagen.

Eisprungkalender

Durch einen Eisprung­ka­len­der kann die Frau den vor­aus­sicht­li­chen Tag des Eisprungs ermit­teln. Durch ein Pik­to­gramm ist die­ser im Kalen­der her­vor­ge­ho­ben. Der Zyklus und somit auch der Kalen­der wer­den in zwei Pha­sen unter­teilt. Die erste Phase beschreibt die Rei­fung der Fol­li­kel, in der zwei­ten Zyklus­hälfte kommt es zum Abster­ben der Fol­li­kel. Die vier Tage vor dem Eisprung wer­den als frucht­bare Tage in dem Eisprung­ka­len­der gekenn­zeich­net. Eine Befruch­tung ist bis zu 18 Stun­den nach dem Eisprung noch mög­lich. Der letzte frucht­bare Tag ist nicht ganz­tä­gig ein frucht­ba­rer Tag, da die Befruch­tung nur 18 Stun­den nach dem Eisprung mög­lich ist. In der zwei­ten Zyklus­hälfte erfolgt dann bei einer erfolg­ten Befruch­tung die Ein­nis­tung des Eis und damit ver­bun­den ein Abbau des Gelb­kör­pers.

Eisprung und Eizellen

Bei einer Frau ver­fü­gen die Eier­stö­cke in etwa über zwei Mil­lio­nen Eizel­len. Bis zu zwan­zig Fol­li­kel rei­fen in jedem Zyklus heran. Dabei wächst ein Fol­li­kel sprungreif heran und domi­niert. Eine Eizelle wird in einem Zyklus von dem Eier­stock aus­ge­sto­ßen. Eine Aus­nahme gibt es bei ein­ei­igen Zwil­lin­gen. In einen kur­zen Zeit­raum wer­den zwei Eizel­len aus­ge­sto­ßen und dann befruch­tet.

Eklampsie

Bei einer Eklamp­sie han­delt es sich um eine Erkran­kung im letz­ten Schwan­ger­schafts­drit­tel. Dabei kann es zu einer schwe­ren Form von Gestose kom­men. Es ent­ste­hen blitz­ar­tige Krämpfe, die zur Bewusst­lo­sig­keit füh­ren könne. Außer­dem tre­ten Kopf­schmer­zen, Magen­krämpfe und Augen­flim­mern auf. Eine Eklamp­sie kann zum Tode des Kin­des und der Mut­ter füh­ren. Jedoch tritt dies sel­ten ein und kann oft recht­zei­tig the­ra­piert wer­den.

Endometriose

Bei der Endo­me­triose han­delt es sich um einen gynä­ko­lo­gi­schen Zustand, dabei wächst endo­me­tria­les Gewebe außer­halb der Gebär­mut­ter und wächst. Die­ses Gewebe wächst dann z. B. in den Eilei­tern, in der Bauch­höhle und an den Eier­stö­cken. Die Mens­trua­tion kann dadurch oft schmerz­haf­ter sein, als nor­ma­ler­weise und kann im schlimms­ten Fall zur Unfrucht­bar­keit füh­ren.

Endometrium

Das Endo­me­trium stellt sich Schleim­haut in der Gebär­mut­te­rin­nen­wand dar. Die Schleim­haut baut sich wäh­rend der Mens­trua­tion bis zum Eisprung in der Gebär­mut­ter auf. Fin­det eine Befruch­tung statt, dann nis­tet sich die Eizelle in der Gebär­mut­ter ein, pas­siert dies nicht, dann kommt es zur Mens­trua­tion. Schleim­haut, die sich bis zur Ein­nis­tung ver­dickt hat, dege­ne­riert und wird bei der Monats­blu­tung ganz nor­mal mit aus­ge­spült.

Hormonelle Regelung des Eisprungs

Im Zwi­schen­hirn wird das Hor­mon Gonado­b­li­be­rin aus­ge­sto­ßen, die­ses ist ver­ant­wort­lich für die Hirn­an­hang­drüse und bewirkt FSH. Die Kon­zen­tra­tion der Hor­mone und das Hor­mon Östro­gen bewir­ken, dass im weib­li­chen Zyklus das Blut ansteigt und wie­der abnimmt. Dabei wer­den durch die Östro­gene FSH und LH weni­ger aus­ge­schüt­tet.

Kurzer Zyklus

Man kann auch wäh­rend eines kur­zen Zyklus schwan­ger wer­den. Man­che Frauen haben nur einen Zyklus von 24 bis 27 Tagen. Wenn sie sich dann wün­schen schwan­ger zu wer­den, muss dies kein Wunsch blei­ben. Denn hier kön­nen genauso Zeit­punkt des Eisprungs auf­grund des Ein­tre­tens der Peri­ode berech­net wer­den, da die­ser wie­der genau in der Zyklus­mitte liegt. Sollte der Kin­der­wunsch nicht gleich erfüllt wer­den, gibt es eine Reihe von Behand­lungs­mög­lich­kei­ten.

Periode und Eisprung

Die Peri­ode und der Eisprung einer Frau sind mit­ein­an­der ver­bun­den. Denn der Zeit­punkt des Eisprungs bestimmt die Peri­ode. In der Mitte des Zyklus liegt der Eisprung. Der Zyklus ist nicht immer gleich und, die Faust­re­gel ist der 14. Zyklus­tag. Die Peri­ode fin­det dann statt, wenn die Eizelle gereift ist und vor dem Eisprung nicht befruch­tet wer­den konnte. Dann wird die Gebär­mut­ter­schleim­haut aus der Scheide nach außen getra­gen. Somit fin­det die Peri­ode statt. Fin­det eine Befruch­tung der Eizelle statt, dann nis­tet sich dies in die Gebär­mut­ter ein. Folge ist, dass eine Peri­oden­blu­tung aus­bleibt. Sowohl der Eisprung als auch die Peri­ode sind wich­tige Bestand­teile des weib­li­chen Zyklus. Die Regel­blu­tung mar­kiert den Anfang des Zyklus. Die­ser dau­ert bei einer Frau im Schnitt 28 Tage, kann jedoch in Aus­nah­me­fäl­len bis zu 34 Tagen dau­ern. In der Zyklus­hälfte fin­det der Eisprung statt. Der Zyklus kann durch Stress oder Krank­heit auch aus dem Gleich­ge­wicht gera­ten. Jede Frau hat einen indi­vi­du­el­len Zyklus, den sie sel­ber berech­nen kann.

Ovulationsinduktion

Dies ist eine medi­zi­ni­sche Behand­lung, dabei wer­den das Wachs­tum sowie die Ent­wick­lung der Eibläs­chen ange­regt, um den Eisprung der Frau aus­zu­lö­sen. Hel­fende Medi­ka­mente sind z. B. Clo­mi­fen­zi­trate. Dann wer­den die Hor­mone FSH und FH in der Hirn­an­hang­drüse gestei­gert und die Aus­schüt­tung von GnRH ange­regt. Wenn exo­gene FSH in Form von Prä­pa­ra­ten ver­ab­reicht wer­den, dann ist ein fol­li­kel­sti­mu­lie­ren­des Hor­mon ent­hal­ten. Dies wird zur Sti­mu­la­tion der Eier­stö­cke genutzt.

Ovulationstest

Durch einen Ovu­la­ti­ons­test kann das Eisprung­hor­mon im Urin nach­ge­wie­sen wer­den. So lässt sich ganz genau der Zeit der Emp­fäng­nis­be­reit­schaft bestim­men. Wenn das Hor­mon nach­ge­wie­sen wer­den konnte, dann ist der beste Zeit­punkt um schwan­ger zu wer­den. Die­ser Test wird auch als Cyclo­test bezeich­net. Erhält­lich ist die­ser Test in allen Apo­the­ken.

Schwanger werden

Kennt man den Zeit­punkt des Eisprungs und der Peri­ode, kann man fast genau die frucht­ba­ren Tage berech­nen. Die Schwan­ger­schaft hängt also von der Peri­ode und dem Eisprung ab. Wenn also die Fami­li­en­pla­nung ins Haus steht, sollte die Frau genau ihren Zyklus ken­nen, um die frucht­ba­ren Tage zu berech­nen. Es kann des Wei­te­ren auch hilf­reich sein, mor­gens die Auf­wach­tem­pe­ra­tur zu mes­sen. Diese steigt vor dem Eisprung etwas an, so wird eine frucht­bare Phase signa­li­siert. Unge­fähr ein bis zwei Tage vor dem Eisprung sind die Chance beson­ders hoch, schwan­ger zu wer­den.

Subzonale Insemination

Dies ist eine Methode der chir­ur­gi­schen Befruch­tung. Dabei wer­den zwei oder auch drei Sper­mien unter eine Zell­mem­bran gespritzt, was den Sper­mien hilft eine Bar­riere zu über­win­den. Dann kann eine Sper­mie in die Oozyte ein­drin­gen und diese befruch­ten. Diese Methode ist unter Umstän­den hilf­reich, wenn männ­li­che Unfrucht­bar­keit vor­liegt und nur einige Sper­mien in der Samen­flüs­sig­keit gefun­den wer­den. Dies wer­den dann zur Befruch­tung ein­ge­setzt.

Unfruchtbare Phase

Der Zyklus der Unfrucht­bar­keit unter­teilt sich in drei Pha­sen. Es gibt eine kurze und unfrucht­bare Phase nach der Mens­trua­tion. Dann folgt eine frucht­bare Phase direkt vor und wäh­rend des Eisprungs. Dann folgt eine lange und unfrucht­bare Phase. Der weib­li­che Zyklus dau­ert im Schnitt zwi­schen 28 und 32 Tagen, dabei sind gering­fü­gige Abwei­chun­gen ganz nor­mal. Wenn der Zyklus ein­mal län­ger dau­ert, dann ist auch klar, dass die unfrucht­bare Phase län­ger geht. Wird ein Zyklus­test genutzt, dann kön­nen die Pha­sen genau defi­niert wer­den. Der Beginn und das Ende der frucht­ba­ren Phase ganz genau ein­ge­grenzt wer­den.

Zeitverlauf des Eisprungs

Durch das Hor­mon FSH wird das Wachs­tum von Fol­li­kel bei den Eier­stö­cken begüns­tigt, sowie die Bil­dung und Wir­kung von Östro­gen. Die Pro­duk­tion von FSH wird durch Östro­gen unter­bun­den, sowie die Aus­schüt­tung der Hirn­an­hang­drüse. Ein rei­fer Fol­li­kel hat auch gegen­über dem Hor­mon FSH eine hohe Sen­si­bi­li­tät. Dadurch ist er über­le­bens­fä­hig und kann her­an­wach­sen. Dann wird das Hor­mon Inhibin aus­ge­schüt­tet, die Pro­duk­tion von FSH wird gehemmt. Alle ande­ren Fol­li­kel ster­ben somit ab. Nur der lei­tende Fol­li­kel bleibt am Ende übrig und ist bereit für den Eisprung. Die Pro­duk­tion von Östro­gen wird wei­ter erhöht und eine höhere Kon­zen­tra­tion führt zur Aus­schüt­tung von LH. Wenn dies stark ansteigt, dann folgt nach 24 Stun­den der Eisprung.

Zervikalschleim/Zervixschleim

Bei dem Zer­vi­kal­schleim oder Zer­vix­schleim han­delt es sich um Schleim, der von dem Gebär­mut­ter­hals pro­du­ziert wird und die Fort­be­we­gung bis zu den Eilei­tern mög­lich macht. Der Schleim ver­än­dert sich in sei­ner Menge und Kon­sis­tenz wäh­rend des Zyklus bis hin zum Eisprung. So kön­nen die Sper­mien die Eilei­ter errei­chen, wo dann letzt­end­lich die Befruch­tung statt­fin­den kann.

Zykluscomputer

Ein Zyklus­com­pu­ter kann der Frau viel Arbeit abneh­men. Denn er berech­net auf­grund der Mens­trua­tion genau den Eisprung der Frau und stellt Gra­fi­ken und Ana­ly­sen auf. Es kön­nen außer­dem Tem­pe­ra­tu­ren in die­sen ein­ge­ge­ben wer­den. Es gibt ihn mitt­ler­weile in vie­len Aus­stat­tun­gen.