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Eisprungkalender24

Schmerzen beim Eisprung (Mittelschmerz): normal oder Warnzeichen?

Schmerzen beim Eisprung heißen Mittelschmerz: ein einseitiges Ziehen oder Stechen im Unterbauch etwa in der Zyklusmitte, meist 14 Tage vor der nächsten Periode. Er dauert wenige Minuten bis einige Stunden, selten bis zu 2 Tage, und wechselt die Seite, je nachdem, welcher Eierstock die Eizelle freigibt. Harmlos ist er fast immer. Fieber, starke Schmerzen über 2 Tage oder Blutungen gehören zum Arzt.

Redaktion Eisprungkalender24· Stand:

Redaktionell erstellt und geprüft. Kein Ersatz für ärztlichen Rat, bei Beschwerden bitte eine Frauenärztin oder einen Frauenarzt aufsuchen.

Der Begriff Mittelschmerz stammt aus der deutschen Medizin des 19. Jahrhunderts und hat es unverändert in die englische Fachsprache geschafft. Gemeint ist ein Schmerz in der Mitte des Zyklus, der mit dem Eisprung zusammenhängt. Andere Namen sind Ovulationsschmerzen, Eisprungschmerz oder Intermenstrualschmerz. Wie viele Frauen den Mittelschmerz spüren, ist nicht gut untersucht; die Angaben in der Literatur reichen weit auseinander, und viele Frauen bemerken ihn nur in manchen Zyklen.

Für dich ist wichtiger: Der Mittelschmerz ist ein Symptom, keine Krankheit. Er braucht keine Behandlung, solange er kurz bleibt und du ihn zuordnen kannst. Genau diese Zuordnung ist der Kern dieses Ratgebers, denn dieselben Unterleibsschmerzen können auch von einer Zyste, einer Endometriose oder in seltenen Fällen von einem Notfall kommen. Deshalb findest du hier die Ursachen, die typischen Symptome, Tipps zur Linderung und die Anzeichen, bei denen du zum Frauenarzt gehen solltest.

Warum kann der Eisprung wehtun?

In jedem Zyklus reift im Eierstock ein Follikel heran, eine flüssigkeitsgefüllte Blase, in der die Eizelle sitzt. Kurz vor dem Eisprung misst er etwa 18 bis 24 mm. Dann platzt er, die Eizelle wird in den Eileiter aufgenommen, und aus dem Rest wird der Gelbkörper. Dieser Moment ist die Ovulation. Für die Schmerzen beim Eisprung gibt es vier Ursachen, die sich nicht ausschließen:

  1. Follikelwachstum. Der reifende Follikel dehnt die Kapsel des Eierstocks. Das erklärt ein dumpfes Ziehen in den Stunden oder Tagen vor dem eigentlichen Eisprung.
  2. Follikelruptur. Das Aufplatzen selbst kann als kurzer, stechender Schmerz spürbar sein.
  3. Flüssigkeit und Blut im Bauchraum. Mit der Eizelle treten Follikelflüssigkeit und etwas Blut aus. Beides reizt das Bauchfell, das im Becken sehr empfindlich ist. Das erklärt Schmerzen, die nach dem Eisprung noch einige Stunden anhalten, manchmal mit leichtem Druck beim Wasserlassen oder Stuhlgang.
  4. Kontraktionen von Eileiter und Gebärmutter. Um die Eizelle zu transportieren, ziehen sich die glatten Muskeln zusammen. Prostaglandine, die auch Regelschmerzen auslösen, spielen dabei eine Rolle, weshalb sich der Mittelschmerz bei manchen Frauen wie leichte Krämpfe anfühlt.

Warum die eine Frau das spürt und die andere nicht, ist nicht geklärt. Schmerzempfindlichkeit, Menge der Follikelflüssigkeit und Lage der Eierstöcke im Becken unterscheiden sich von Körper zu Körper. Ein Grund zur Sorge ist der Mittelschmerz in keiner dieser Formen. Einen Zusammenhang mit dem Alter gibt es insofern, als Mittelschmerz ab der Pubertät auftreten kann und mit den Wechseljahren verschwindet, weil dann keine Eisprünge mehr stattfinden.

Wie fühlen sich Schmerzen beim Eisprung an und wie lange dauern sie?

Typische Symptome sind ein einseitiges Ziehen, Stechen oder Druckgefühl im Unterbauch, etwa auf Höhe der Hüftknochen, seltener mit Ausstrahlung in Rücken oder Leiste. Die Stärke reicht von kaum wahrnehmbar bis zu einem Schmerz, der dich kurz innehalten lässt. Krampfartige Beschwerden wie bei der Menstruation sind möglich, aber nicht die Regel.

Merkmal Typischer Mittelschmerz Eher etwas anderes
Zeitpunkt Zyklusmitte, etwa 14 Tage vor der nächsten Periode während der Periode, kurz davor oder unabhängig vom Zyklus
Seite einseitig, wechselt von Zyklus zu Zyklus beidseitig, immer dieselbe Seite über Monate
Dauer Minuten bis Stunden, selten bis 2 Tage länger als 2 Tage, zunehmend
Begleitsymptome spinnbarer Zervixschleim, leichte Schmierblutung, Blähbauch Fieber, Erbrechen, Schwindel, starke Blutung
Verlauf nimmt von allein ab wird stärker

Die Seite wechselt, weil in jedem Zyklus meist nur ein Eierstock den Leitfollikel bildet. Ein strenges Links-rechts-Schema gibt es nicht, es kann mehrere Zyklen hintereinander dieselbe Seite sein. Beidseitige Schmerzen sprechen gegen den Eisprung als alleinige Ursache.

Manche Frauen bemerken zusätzlich eine Ovulationsblutung, also etwas Blut im Zervixschleim, sowie ein Völlegefühl oder Blähungen, die durch die hormonelle Umstellung auf Progesteron entstehen. Mit der Menstruationsblutung hat diese Schmierblutung nichts zu tun, sie ist deutlich schwächer und kürzer. Welche weiteren Anzeichen die Ovulation begleiten, findest du im Überblick zu den Eisprung-Symptomen.

Ist der Mittelschmerz ein Fruchtbarkeitszeichen?

Ja und nein. Ja, weil der Mittelschmerz nur auftritt, wenn ein Follikel reift und ein Eisprung bevorsteht oder gerade stattfindet. Nein, weil er zeitlich unscharf ist. Untersuchungen, die den Schmerz mit Ultraschall und Hormonwerten abgeglichen haben, fanden ihn mal vor dem Follikelsprung, mal danach, teils bis zu einem Tag daneben. Der Mittelschmerz markiert also die fruchtbaren Tage grob, nicht den Eisprungtag, und er ist auch kein Hinweis darauf, ob eine Schwangerschaft eintritt.

Das hat zwei praktische Folgen:

  • Bei Kinderwunsch ist der Mittelschmerz ein Hinweis, dass du dich mitten im fruchtbaren Fenster befindest. Nach Wilcox (1995) liegt es an den 5 Tagen vor dem Eisprung und am Eisprungtag selbst, die Eizelle ist danach nur 12 bis 24 Stunden befruchtungsfähig. Wer den Mittelschmerz spürt, sollte also nicht warten, sondern die Gelegenheit nutzen; die fruchtbarsten Tage liegen oft schon davor. Verlässlicher planst du mit dem LH-Anstieg im Ovulationstest, der den Eisprung 24 bis 36 Stunden vorher ankündigt, und mit dem Eisprungkalender für die Grobplanung.
  • Für die natürliche Familienplanung gilt der Mittelschmerz in der symptothermalen Methode nur als zusätzliches Zeichen. Die fruchtbare Zeit wird über Zervixschleim und Basaltemperatur bestimmt, der Schmerz allein darf keine Verhütungsentscheidung tragen. Das Fehlen des Schmerzes bedeutet ebenso wenig, dass kein Eisprung stattfindet.

Wenn du deinen Zyklus beobachtest, trage den Mittelschmerz mit Seite, Dauer und Stärke ein. Nach drei bis sechs Zyklen siehst du, wie er bei dir zum Temperaturanstieg liegt. Unsere Basaltemperatur-Auswertung zeigt dir den Eisprungtag rückblickend, der Ratgeber Zervixschleim und Eisprung erklärt das zweite Leitzeichen.

Was hilft gegen Schmerzen beim Eisprung?

Da der Mittelschmerz von allein verschwindet, geht es bei der Behandlung um Linderung für ein paar Stunden. Bewährt haben sich einfache Tipps, bevor Medikamente ins Spiel kommen:

  • Wärme. Wärmflasche, Kirschkernkissen oder ein warmes Bad entspannen die Muskulatur von Gebärmutter und Eileiter. Das ist für die meisten Frauen die erste und oft einzige Maßnahme.
  • Ruhe und Position. Kurz hinlegen, Beine anziehen, tief in den Bauch atmen. Im Alltag reicht oft schon eine Pause von zehn Minuten.
  • Bewegung. Ein Spaziergang, leichtes Dehnen oder ein paar Yoga-Übungen für den Beckenbereich lindern das Ziehen bei vielen Frauen besser als Stillsitzen.
  • Trinken. Ausreichend Flüssigkeit hilft gegen das Völlegefühl und den Blähbauch, die den Schmerz verstärken können.
  • Schmerzmittel. Ibuprofen, Naproxen oder Paracetamol für einen Tag sind in Ordnung, wenn Wärme nicht reicht. Länger als zwei bis drei Tage solltest du sie ohne ärztlichen Rat nicht nehmen.

Hinweis bei Kinderwunsch: Nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR) wie Ibuprofen, Diclofenac und Naproxen hemmen Prostaglandine, die auch für das Aufplatzen des Follikels gebraucht werden. In kleinen Studien haben NSAR in höherer Dosierung rund um den Eisprung den Follikelsprung verzögert oder verhindert (das sogenannte LUF-Syndrom). Eine einzelne Tablette macht dich nicht unfruchtbar, aber wenn du aktiv versuchst, schwanger zu werden, ist Paracetamol an den fruchtbaren Tagen die unkompliziertere Wahl.

Magnesium, Kräutertees oder homöopathische Mittel werden häufig empfohlen. Eine belastbare Studienlage für die Behandlung von Ovulationsschmerzen gibt es dafür nicht, schaden tun sie in üblicher Dosierung aber auch nicht. Was bei Magnesium und Zyklusbeschwerden bekannt ist, liest du unter Magnesium bei Menstruationsbeschwerden.

Schmerzen beim Eisprung und Verhütung: Was macht die Pille?

Die Kombinationspille (Östrogen plus Gestagen) unterdrückt den Eisprung. Ohne Follikelreifung gibt es keinen Mittelschmerz, weshalb Frauen mit sehr starken Eisprungschmerzen die Pille manchmal ausdrücklich deshalb verschrieben bekommen. Ein einseitiges Ziehen in der Zyklusmitte unter der Kombinationspille hat also in der Regel eine andere Ursache und sollte bei Wiederholung abgeklärt werden.

Anders bei den gestagenbasierten Methoden: Minipille, Hormonspirale, Hormonimplantat und Dreimonatsspritze unterdrücken den Eisprung nicht bei jeder Frau und nicht in jedem Zyklus. Unter der Hormonspirale finden bei vielen Frauen weiterhin Eisprünge statt, Mittelschmerz ist dort also normal. Die Kupferspirale beeinflusst den Eisprung gar nicht, kann aber Regelschmerzen und Blutungen verstärken, was die Zuordnung erschwert.

Nach dem Absetzen der Pille kehrt der Mittelschmerz oft mit dem ersten oder zweiten Eisprung zurück. Viele Frauen erschrecken, weil sie das Gefühl jahrelang nicht hatten. Was dich im ersten Halbjahr nach der Pille erwartet, beschreibt der Ratgeber Pille absetzen und Zyklus. Einen Überblick über hormonfreie Alternativen gibt der Verhütungsmethoden-Vergleich.

Mittelschmerz oder etwas anderes? Abgrenzung zu Endometriose, Zyste und Co.

Ein Ziehen im Unterleib rund um den Eisprung ist meistens harmlos. Diese Erkrankungen können sich aber ähnlich anfühlen und werden von Patientinnen wie Gynäkologen häufig zunächst für Mittelschmerz gehalten:

Endometriose. Gebärmutterschleimhaut-ähnliches Gewebe außerhalb der Gebärmutter reagiert auf die Hormone des Zyklus. Typisch sind starke Regelschmerzen, Schmerzen beim Sex und beim Stuhlgang, aber auch Schmerzen um den Eisprung, die deutlich länger als zwei Tage dauern und von Zyklus zu Zyklus zunehmen. Bis zur Diagnose vergehen im Schnitt viele Jahre, weil die Beschwerden als normal abgetan werden. Mehr dazu unter Endometriose und Periode.

Eierstockzyste. Funktionelle Zysten entstehen, wenn ein Follikel nicht springt oder der Gelbkörper sich mit Flüssigkeit füllt. Sie sind häufig, verschwinden meist von selbst und machen ein dumpfes Druckgefühl, das über Wochen bleibt statt Stunden. Platzt eine Zyste oder dreht sich der Eierstock (Torsion), kommt es zu plötzlichen, sehr starken einseitigen Schmerzen mit Übelkeit, ein Notfall.

Eileiter- oder Eierstockentzündung (Adnexitis). Aufsteigende Infektionen, oft durch Chlamydien oder Gonokokken, verursachen Unterbauchschmerzen mit Fieber, veränderten Ausfluss und Schmerzen beim Sex. Sie müssen mit Antibiotika behandelt werden, weil sie die Eileiter verkleben und die Fruchtbarkeit dauerhaft beeinträchtigen können.

Blinddarmentzündung. Beginnt oft um den Bauchnabel und wandert in den rechten Unterbauch, mit Appetitlosigkeit, Übelkeit und Fieber. Ein rechtsseitiger Mittelschmerz wird deshalb gelegentlich damit verwechselt. Wird der Schmerz beim Loslassen der Bauchdecke stärker oder beim Gehen schlimmer, gehört das in die Notaufnahme.

Eileiterschwangerschaft. Nistet sich die befruchtete Eizelle im Eileiter statt in der Gebärmutter ein, entstehen etwa 6 bis 8 Wochen nach der letzten Menstruation einseitige Unterbauchschmerzen, oft mit Schmierblutung. Der entscheidende Unterschied zum Mittelschmerz: Die Periode ist ausgeblieben, der Schwangerschaftstest ist positiv. Schulterschmerzen, Schwindel oder Ohnmacht deuten auf eine innere Blutung hin und sind ein Notfall.

Harnwege und Darm. Blasenentzündung, Reizdarm oder Verstopfung machen ebenfalls Schmerzen im Becken, sind aber nicht an die Zyklusmitte gebunden und gehen mit Brennen beim Wasserlassen oder veränderten Stuhlgewohnheiten einher.

Die wichtigste Frage bei der Abgrenzung lautet: Passt der Zeitpunkt? Ein Schmerz, der zuverlässig 12 bis 16 Tage vor der Periode kommt und nach Stunden weg ist, ist mit hoher Wahrscheinlichkeit Mittelschmerz. Alles, was nicht zum Zyklus passt, verdient einen zweiten Blick.

Wann solltest du mit Schmerzen beim Eisprung zum Arzt?

Suche die Frauenärztin oder den Frauenarzt auf, wenn eines dieser Warnzeichen dazukommt:

  • Fieber über 38 °C oder Schüttelfrost
  • starke einseitige Schmerzen, die länger als 2 Tage anhalten oder von Zyklus zu Zyklus zunehmen
  • Schmerzen, die so stark sind, dass du nicht aufrecht gehen oder arbeiten kannst
  • Blutungen, die stärker sind als eine leichte Schmierblutung, oder Blutungen außerhalb des erwarteten Zeitpunkts
  • Schwindel, Ohnmacht, Schulterschmerzen, kalter Schweiß (Verdacht auf innere Blutung)
  • Übelkeit und Erbrechen, die nicht nachlassen
  • Schmerzen beim Wasserlassen, übelriechender Ausfluss oder Schmerzen beim Sex
  • ausgebliebene Periode oder positiver Schwangerschaftstest zusammen mit einseitigen Schmerzen
  • Mittelschmerz, der neu unter der Kombinationspille auftritt

In der gynäkologischen Praxis reichen meist ein Gespräch, eine Tastuntersuchung und ein vaginaler Ultraschall, um Zysten, Endometrioseherde, Flüssigkeit im Bauchraum oder eine Eileiterschwangerschaft zu erkennen. Weitere Untersuchungen sind nur nötig, wenn diese drei Schritte keine Erklärung liefern. Ein Schwangerschaftstest und ein Urintest gehören bei akuten Beschwerden dazu, bei Verdacht auf Infektion ein Abstrich. Bringe deine Zyklusaufzeichnungen mit: Wenn du Zeitpunkt, Seite und Dauer über einige Monate notiert hast, ist die Zuordnung zum Eisprung meist in wenigen Minuten geklärt.

Für alle anderen gilt: Ein kurzer Mittelschmerz in der Zyklusmitte ist ein normaler Teil des Menstruationszyklus. Du musst nichts dagegen tun, kannst ihn aber als Hinweis nutzen, dass deine fruchtbaren Tage gerade laufen.

Häufige Fragen

Wie lange dauert das Ziehen im Unterleib beim Eisprung?

Der Mittelschmerz dauert bei den meisten Frauen wenige Minuten bis einige Stunden. In Einzelfällen hält er bis zu 2 Tage an, dann meist als dumpfes Ziehen statt als Stechen. Schmerzen, die länger als 2 Tage bleiben oder von Zyklus zu Zyklus stärker werden, sind kein typischer Eisprungschmerz mehr und gehören abgeklärt.

Sind Schmerzen beim Eisprung ein gutes Zeichen?

Sie sind weder gut noch schlecht. Der Mittelschmerz zeigt, dass ein Follikel heranreift und wahrscheinlich springt, sagt aber nichts über die Qualität der Eizelle oder deine Chancen auf eine Schwangerschaft. Frauen ohne Mittelschmerz haben genauso regelmäßig einen Eisprung. Ein starker Mittelschmerz ist also kein Fruchtbarkeitsbonus.

Ist der Mittelschmerz ein sicheres Zeichen für den Eisprung?

Nein. Der Schmerz kann Stunden vor dem Follikelsprung, währenddessen oder danach auftreten, und nicht jedes Ziehen in der Zyklusmitte stammt vom Eierstock. Für die natürliche Familienplanung gilt er deshalb nur als Nebenzeichen. Sicher wird es mit Ovulationstest, Zervixschleim und Basaltemperatur.

Was hilft schnell gegen Mittelschmerz?

Wärme auf dem Unterbauch, eine Pause mit angezogenen Beinen und ausreichend Trinken helfen den meisten Frauen innerhalb einer Stunde. Reicht das nicht, ist Ibuprofen oder Paracetamol für einen Tag in Ordnung. Bei Kinderwunsch nimm lieber Paracetamol, weil Ibuprofen und andere NSAR in Einzelfällen den Follikelsprung verzögern können.

Kann man Mittelschmerz trotz Pille haben?

Bei der Kombinationspille normalerweise nicht, weil sie den Eisprung unterdrückt. Ein einseitiges Ziehen in der Zyklusmitte hat unter der Pille also meist eine andere Ursache, etwa eine Zyste, Verdauung oder Blase. Bei der reinen Gestagenpille (Minipille) und der Hormonspirale finden Eisprünge dagegen teilweise weiter statt, dort ist Mittelschmerz möglich.

Quellen

  • Wilcox AJ, Weinberg CR, Baird DD. Timing of sexual intercourse in relation to ovulation. N Engl J Med 1995; 333:1517-1521.
  • Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG): S2k-Leitlinie Chronischer Unterbauchschmerz der Frau, AWMF-Register 016-001.
  • National Institute for Health and Care Excellence (NICE): Ectopic pregnancy and miscarriage: diagnosis and initial management, NG126.
  • Arbeitsgruppe NFP (Natürliche Familienplanung): Regeln der symptothermalen Methode (Sensiplan), Malteser Deutschland.

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