SSW und Geburtstermin nach dem Eisprung berechnen
Ab dem Eisprung dauert eine Schwangerschaft im Mittel 266 Tage, also 38 Wochen. Die Schwangerschaftswoche zählt aber ab dem ersten Tag der letzten Periode, deshalb liegt die ärztliche SSW immer 2 Wochen über der Zeit seit dem Eisprung: 4 Wochen nach dem Eisprung bist du in SSW 6. Der Rechner oben nimmt dein Eisprung-, Zeugungs- oder Transferdatum und gibt dir SSW, Geburtstermin und Trimester aus.
Schwangerschaftswoche (ärztlich, ab LMP)
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Errechneter Geburtstermin
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Rechnerische letzte Periode
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Trimester
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Meilensteine
SSW-Rechner: aktuelle Schwangerschaftswoche nach dem Eisprung
Die Schwangerschaftswoche (SSW) wird nicht ab der Befruchtung gezählt, sondern ab dem ersten Tag deiner letzten Periode. Das hat einen praktischen Grund: Das Datum der Regelblutung kennen fast alle Frauen, den Tag des Eisprungs nur wenige. Ärzte und Hebammen rechnen deshalb mit der Annahme, dass der Eisprung an Zyklustag 14 stattfand, also 2 Wochen nach Beginn der Periode. Die ersten beiden Schwangerschaftswochen bist du also noch gar nicht schwanger. Ein gewöhnlicher Schwangerschaftsrechner fragt deshalb nach dem ersten Tag deiner letzten Periode und der Zykluslänge.
Der Eisprungrechner mit SSW oben geht den anderen Weg: Er startet beim Eisprung, beim Tag der Zeugung oder beim Embryotransfer nach IVF. Kennst du deinen Eisprung, etwa durch einen positiven LH-Test, die Basaltemperatur oder einen Ultraschall in der Kinderwunschpraxis, ist diese Berechnung genauer als über die Periode, weil die Zykluslänge keine Rolle mehr spielt.
Schwangerschaftswoche berechnen: die Formel
SSW = Zeit seit dem Eisprung + 2 Wochen
Ein Beispiel: Dein Eisprung war am 1. März, heute ist der 12. April. Seit dem Eisprung sind 42 Tage vergangen, also genau 6 Wochen. Plus 2 Wochen ergibt SSW 8+0. Wären es 45 Tage, wärst du in SSW 8+3, also 8 abgeschlossene Wochen und 3 Tage. Der Rechner oben macht genau diese Rechnung, zeigt dir die aktuelle Schwangerschaftswoche, das Trimester und die Meilensteine, die als Nächstes anstehen, und wird so zu deinem persönlichen Schwangerschaftskalender.
Als Zeugungstag gilt dabei der Eisprung, nicht der Geschlechtsverkehr. Spermien überleben bis zu fünf Tage, die Eizelle nur 12 bis 24 Stunden. Hattest du drei Tage vor dem Eisprung Sex, fand die Befruchtung trotzdem erst am Eisprungtag statt. Wer nur den Tag des Verkehrs kennt, trägt ihn ein und rechnet mit einer Unschärfe von wenigen Tagen. Beide Möglichkeiten führen zu einer SSW, die Ärzte und Mutterpass genauso angeben würden.
Geburtstermin nach Eisprung: 266 Tage statt 280
Vom Eisprung bis zur Geburt dauert eine Schwangerschaft im Durchschnitt 266 Tage, das sind 38 Wochen. Der klassische Geburtsterminrechner nach Naegele rechnet dagegen ab dem ersten Tag der letzten Periode plus 280 Tage, also 40 Wochen Schwangerschaftsdauer. Beide Wege führen bei einem 28-Tage-Zyklus zum selben errechneten Geburtstermin, weil die Naegele-Regel die 14 Tage bis zum Eisprung schon enthält.
Auseinander laufen die beiden Methoden, sobald dein Zyklus nicht 28 Tage lang ist. Bei einer Zykluslänge von 35 Tagen liegt der Eisprung um Zyklustag 21, die Periodenrechnung setzt den Termin also eine Woche zu früh an. Der Geburtstermin-Rechner korrigiert das über die Zykluslänge, der Eisprungrechner mit SSW braucht die Korrektur nicht, weil er direkt beim Eisprung startet. Genauer als die Periode ist der Eisprungtermin vor allem in diesen Fällen:
- Lange oder unregelmäßige Zyklen: Der Eisprung liegt hier oft deutlich nach Tag 14, die Periodenrechnung wäre um Tage bis Wochen zu früh.
- Positiver Ovulationstest: Der LH-Anstieg zeigt den Eisprung mit 24 bis 36 Stunden Vorlauf an, damit kennst du das Datum der Empfängnis auf ein bis zwei Tage genau.
- Basaltemperatur: Der Temperaturanstieg bestätigt den Eisprung im Nachhinein und liefert dir das exakte Datum.
- IVF oder ICSI: Beim Embryotransfer ist das Alter des Embryos bekannt. Bei einem Tag-3-Transfer entspricht der Eisprung dem Transfertag minus 3 Tage, bei einem Tag-5-Transfer (Blastozyste) minus 5 Tage. Der Geburtstermin ist dann Transfer plus 263 beziehungsweise plus 261 Tage. Der Rechner oben nimmt dir diese Korrektur ab.
Ein Rechenbeispiel: Eisprung am 10. Mai. Plus 266 Tage ergibt den 31. Januar als voraussichtlichen Entbindungstermin. Ein Tag-5-Transfer nach IVF am 15. Mai führt zum selben Ergebnis, weil der Embryo an diesem Tag schon 5 Tage alt ist.
Eisprungrechner mit SSW oder Schwangerschaftsrechner ab der letzten Periode?
Beide Rechner beantworten dieselben Fragen: Wie weit bin ich, wann kommt mein Baby zur Welt, in welchem Trimester bin ich. Sie unterscheiden sich nur im Startpunkt. Der Schwangerschaftsrechner ab dem ersten Tag deiner letzten Periode ist die Standardmethode, die Ärzte im Mutterpass verwenden, und für Frauen mit regelmäßigem 28-Tage-Zyklus völlig ausreichend. Der Eisprungrechner mit SSW ist die bessere Wahl, wenn du den Eisprung sicher kennst, dein Zyklus lang oder unregelmäßig ist, du nach dem Absetzen der Pille schwanger geworden bist oder eine künstliche Befruchtung hinter dir hast.
Rechnest du mit beiden Methoden und bekommst zwei verschiedene Termine, ist der Eisprungtermin meist der genauere, sofern der Eisprung mit Test oder Temperatur belegt ist. Trage in den Rechner das Datum ein, das du am sichersten kennst. Alle Zahlen sind Schätzungen mit einer Unschärfe von einigen Tagen, und den endgültigen Termin legt die Frauenärztin nach dem ersten Ultraschall fest.
SSW und Wochen nach der Befruchtung im Überblick
Die Differenz von 2 Wochen sorgt immer wieder für Verwirrung, vor allem wenn du deine Schwangerschaft auf Grundlage des Eisprungs berechnest, der Frauenarzt aber die SSW nennt. Die Tabelle zeigt die Umrechnung zwischen Schwangerschaftswoche und Wochen post conceptionem (p.c.), also nach der Befruchtung, mit den wichtigsten Schritten in der Entwicklung des Kindes:
| SSW (ab letzter Periode) | Wochen nach dem Eisprung (p.c.) | Was passiert |
|---|---|---|
| SSW 1 bis 2 | noch keine Schwangerschaft | Periode, Follikelreifung, Eisprung am Ende von SSW 2 |
| SSW 3 | 1 | Befruchtung, Wanderung in die Gebärmutter, Einnistung ab Tag 6 |
| SSW 4 | 2 | Einnistung abgeschlossen, hCG steigt, Periode bleibt aus |
| SSW 5 | 3 | Schwangerschaftstest positiv, Fruchthöhle im Ultraschall sichtbar |
| SSW 6 | 4 | Herzschlag im Ultraschall meist erkennbar |
| SSW 7 bis 9 | 5 bis 7 | Erste Vorsorge, Arme und Beine des Embryos entwickeln sich |
| SSW 12 | 10 | Erstes Screening, Ende des ersten Trimesters |
| SSW 13 bis 27 | 11 bis 25 | Zweites Trimester, Kindsbewegungen ab etwa SSW 18 bis 20 |
| SSW 28 bis 40 | 26 bis 38 | Drittes Trimester, ab SSW 37+0 gilt das Baby als reif |
| SSW 40+0 | 38 | Errechneter Geburtstermin |
Die Schreibweise mit Plus, etwa 12+3, bedeutet 12 abgeschlossene Wochen und 3 Tage. Du bist dann in der 13. Woche. Hebamme, Ärztin und Mutterpass nutzen diese Form, der Rechner oben zeigt sie dir ebenfalls an.
Wann korrigiert der Ultraschall den Geburtstermin?
Im ersten Trimester misst die Frauenärztin die Scheitel-Steiß-Länge (SSL) des Embryos. Zwischen SSW 8 und 12 wächst der Embryo so gleichmäßig, dass sich aus dieser Länge das Alter der Schwangerschaft auf wenige Tage genau ablesen lässt. Weicht das Ultraschallalter um mehr als 5 bis 7 Tage von der rechnerischen SSW ab, wird der errechnete Geburtstermin auf den Ultraschallwert umgestellt. Das ist keine Fehlberechnung, sondern der normale Weg, um Unsicherheiten über den Eisprungtag auszugleichen.
Hast du den Termin selbst über einen sicher bekannten Eisprung berechnet, liegen SSL-Messung und dein Datum meist eng beieinander. Größere Abweichungen sprechen dafür, dass der Eisprung doch an einem anderen Tag stattfand oder die Einnistung spät erfolgte. In späteren Schwangerschaftswochen wird der Termin nicht mehr korrigiert, weil Babys ab dem zweiten Trimester sehr unterschiedlich groß sind. Der im Mutterpass eingetragene Termin bleibt dann bis zur Geburt bestehen.
Wie viele Babys kommen am errechneten Geburtstermin?
Nur etwa 4 Prozent der Kinder werden genau am errechneten Geburtstermin geboren. Der Termin ist ein statistischer Mittelwert, keine Vorhersage. Als termingerecht gilt eine Geburt zwischen SSW 37+0 und 41+6, das ist ein Zeitfenster von fünf Wochen. Die meisten Babys kommen in den zwei Wochen rund um den Termin auf die Welt, Erstgebärende oft etwas später als der ET, bei weiteren Kindern verschiebt sich das häufig nach vorn.
Für Schwangere ist der Termin trotzdem wichtig. An ihm hängen die Vorsorgetermine, das Ersttrimester-Screening, der Beginn des Mutterschutzes 6 Wochen vor dem ET und die Mutterschutzfrist von 8 Wochen danach, außerdem die Anmeldung zu Kursen der Geburtsvorbereitung, die Suche nach einer Hebamme und die Anmeldung in der Klinik. Wer den Geburtstermin über einen bekannten Eisprung berechnet, hat hier einen kleinen Vorsprung an Genauigkeit gegenüber der reinen Periodenrechnung.
Meilensteine nach dem Eisprung
Der Rechner listet dir die wichtigsten Termine deines Schwangerschaftsverlaufs auf. Gezählt ab dem Eisprung sehen sie so aus:
- Tag 6 bis 12: Einnistung der befruchteten Eizelle in die Gebärmutterschleimhaut, meist um Tag 8 bis 10. Das Zeitfenster zeigt dir der Einnistungsrechner.
- Ab Tag 9: hCG im Blut nachweisbar, ab Tag 10 bis 12 mit empfindlichen Frühtests im Urin.
- Tag 14: Erwartete Periode bleibt aus, der Schwangerschaftstest ist jetzt verlässlich. Wann genau du testen solltest, berechnet der Schwangerschaftstest-Rechner.
- Woche 4 (SSW 6): Herzschlag im Ultraschall, erste Vorsorge mit Feststellung der Schwangerschaft.
- Woche 7 (SSW 9): Der Embryo ist etwa 2 Zentimeter groß, alle Organe sind angelegt.
- Woche 10 (SSW 12): Ende des ersten Trimesters, Fehlgeburtsrisiko sinkt deutlich, Ersttrimester-Screening möglich.
- Woche 16 bis 18 (SSW 18 bis 20): Erste Kindsbewegungen spürbar, große Ultraschalluntersuchung.
- Woche 26 (SSW 28): Beginn des dritten Trimesters.
- Woche 35 (SSW 37+0): Das Baby gilt als reif, eine Geburt ab jetzt ist keine Frühgeburt mehr.
- Woche 38 (SSW 40+0): Errechneter Geburtstermin.
Alle Vorsorgetermine, Untersuchungen und Meilensteine der einzelnen Schwangerschaftswochen findest du in unseren Ratgebern zum Thema Schwangerschaft. Und wenn du noch nicht schwanger bist, sondern deinen nächsten Eisprung planst, bringt dich der Eisprungrechner zu den fruchtbaren Tagen.
Redaktion Eisprungkalender24· Stand:
Redaktionell erstellt und geprüft. Kein Ersatz für ärztlichen Rat, bei Beschwerden bitte eine Frauenärztin oder einen Frauenarzt aufsuchen.
Häufige Fragen
In welcher SSW ist man beim Eisprung?
Der Eisprung fällt rechnerisch in SSW 3, genauer auf 2+0 bei einem 28-Tage-Zyklus. Die Zählung beginnt am ersten Tag der letzten Periode, die ersten beiden Wochen sind also Zyklustage vor der Befruchtung. Findest du deinen Eisprung später als Zyklustag 14, verschiebt sich auch das, dein Eisprungrechner mit SSW rechnet das automatisch um.
Wie berechnet man den Geburtstermin nach dem Zeugungsdatum?
Zum Zeugungsdatum rechnest du 266 Tage dazu, das sind 38 Wochen. Ein Eisprung am 1. März ergibt so den 22. November als voraussichtlichen Geburtstermin. Als Zeugungstag gilt der Tag des Eisprungs, nicht unbedingt der Tag des Geschlechtsverkehrs, denn Spermien überleben bis zu fünf Tage im Körper.
Wann ist ein Schwangerschaftstest nach dem Eisprung positiv?
Im Blut ist hCG frühestens etwa 9 Tage nach dem Eisprung nachweisbar, im Urin mit Frühtests ab etwa Tag 10 bis 12. Verlässlich wird ein Urintest ab dem Tag der erwarteten Periode, also rund 14 Tage nach dem Eisprung. Ein negativer Test davor schließt eine Schwangerschaft nicht aus.
Wie lange dauert es vom Eisprung bis zur Geburt?
Im Mittel 266 Tage oder 38 Wochen. Ab der letzten Periode gerechnet sind es 280 Tage oder 40 Wochen, weil die zwei Wochen vor dem Eisprung mitgezählt werden. Als termingerecht gilt eine Geburt zwischen SSW 37+0 und 41+6, nur etwa 4 Prozent der Babys kommen genau am errechneten Termin.
Was bedeutet die Angabe SSW 12+3?
Die Zahl vor dem Plus sind die abgeschlossenen Wochen, die Zahl danach die Tage der laufenden Woche. SSW 12+3 heißt: 12 Wochen und 3 Tage sind vergangen, du bist in der 13. Schwangerschaftswoche. Ärztinnen, Hebammen und der Mutterpass nutzen diese Schreibweise.
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