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Eisprungkalender24

Einnistungsrechner

Die Einnistung findet 6 bis 12 Tage nach dem Eisprung statt, am häufigsten an Tag 8 bis 10 (Wilcox 1999). Bei einem 28-Tage-Zyklus mit Eisprung an Tag 14 ist das etwa Zyklustag 20 bis 24. Der Einnistungsrechner oben zeigt dir aus deinem Eisprungtag oder deiner letzten Periode das Einnistungsfenster, den möglichen Zeitpunkt einer Einnistungsblutung, ab wann hCG nachweisbar ist und wann ein Schwangerschaftstest sinnvoll wird.

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Die befruchtete Eizelle nistet sich 6 bis 12 Tage nach dem Eisprung ein, am häufigsten an Tag 8 bis 10 (Wilcox et al., NEJM 1999).

Einnistung möglich

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Einnistungsblutung möglich

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hCG im Blut nachweisbar ab

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Schwangerschaftstest sinnvoll ab

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Erwartete Periode

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Einnistungsrechner: Zeitpunkt der Einnistung nach dem Eisprung berechnen

Der Einnistungsrechner braucht nur wenige Daten. Am genauesten ist dein Eisprungtag, etwa aus einem positiven Ovulationstest oder dem Anstieg der Basaltemperatur. Kennst du ihn nicht, trägst du den ersten Tag der letzten Periode und deine Zykluslänge ein. Der Rechner zieht dann wie ein Eisprungrechner 14 Tage von der Zykluslänge ab und nimmt diesen Zyklustag als Eisprung. Als Ergebnis siehst du das Zeitfenster der Einnistung an Tag 6 bis 12 nach dem Eisprung, den wahrscheinlichsten Zeitraum an Tag 8 bis 10, den möglichen Termin einer Einnistungsblutung, den Tag, ab dem hCG im Blut messbar ist, den besten Tag für den Schwangerschaftstest und den Tag der erwarteten Periode.

Ein Beispiel: Deine letzte Periode begann am 1. Juni, dein Menstruationszyklus dauert 28 Tage. Der Eisprung fällt dann auf den 14. Juni, die Einnistung auf den 20. bis 26. Juni, am wahrscheinlichsten auf den 22. bis 24. Juni. Ab dem 23. Juni wäre hCG im Blut nachweisbar, dein Test ist ab dem 28. Juni, dem Tag der erwarteten Periode, verlässlich. Alles Weitere, was das Tool anzeigt, erklären die folgenden Abschnitte.

Wie hängen die fruchtbaren Tage mit der Einnistung zusammen?

Die fruchtbaren Tage liegen vor dem Eisprung: die fünf Tage davor und der Eisprungtag selbst, weil Spermien bis zu fünf Tage im Körper überleben und die Eizelle nur 12 bis 24 Stunden. Sex in diesem Zeitfenster ist die Voraussetzung, die Befruchtung selbst findet dann am Eisprungtag im Eileiter statt. Bei gesunden Paaren führt das in etwa 20 bis 30 Prozent der Zyklen zu einer Schwangerschaft. Der Eisprungrechner zeigt dir die fruchtbaren Tage, der Einnistungsrechner die Woche danach, in der sich entscheidet, ob aus der befruchteten Eizelle eine Schwangerschaft wird.

Was passiert bei der Einnistung?

Nach der Befruchtung im Eileiter teilt sich die Eizelle und wandert innerhalb von vier bis fünf Tagen in die Gebärmutter. Dort schlüpft die Blastozyste, ein Zellhaufen aus etwa 100 Zellen, aus ihrer Hülle und haftet sich an die aufgebaute Gebärmutterschleimhaut, meist zwischen Tag 6 und Tag 10 nach dem Eisprung. Diesen Vorgang nennt die Gynäkologie Nidation. Die befruchtete Eizelle gräbt sich in den folgenden Tagen in die Gebärmutterschleimhaut ein und bildet erste Verbindungen zum Blutkreislauf der Mutter.

Erst mit der Einnistung beginnt der Embryo, das Schwangerschaftshormon hCG zu bilden. Es hält den Gelbkörper im Eierstock am Leben, der weiter Progesteron produziert, verhindert so die nächste Periode und wird im Schwangerschaftstest nachgewiesen. Die Einnistung dauert selbst einige Tage; medizinisch gilt sie um Tag 12 nach dem Eisprung als abgeschlossen. Das Wichtigste dabei: Ob sich die befruchtete Eizelle einnistet, hängt vor allem von ihrer eigenen Entwicklung und der Vorbereitung der Gebärmutterschleimhaut ab, nicht von deinem Verhalten in diesen Tagen.

Einnistungsblutung oder Periode: Wie erkennst du den Unterschied?

Beim Einwachsen können kleine Gefäße der Schleimhaut verletzt werden. Bei etwa einem Viertel der Frauen zeigt sich das als schwache Schmierblutung, hellrosa bis bräunlich, oft nur beim Abwischen sichtbar. Sie liegt zeitlich vor der erwarteten Periode, meist um Tag 8 bis 10 nach dem Eisprung, und hört nach Stunden bis zwei Tagen wieder auf. Eine echte Periode wird dagegen stärker, wird roter und dauert mehrere Tage.

Merkmal Einnistungsblutung Periode
Zeitpunkt Tag 6 bis 12 nach dem Eisprung, vor der erwarteten Periode Etwa 14 Tage nach dem Eisprung
Farbe Hellrosa bis bräunlich Rot bis dunkelrot
Stärke Schmierblutung, kein Tampon nötig Nimmt an Tag 1 bis 2 zu, dann ab
Dauer Stunden bis 2 Tage 3 bis 7 Tage
Begleitung Höchstens leichtes Ziehen Krämpfe, Klumpen möglich

Nicht jede Schmierblutung vor der Periode ist eine Einnistungsblutung. Auch ein leicht abfallender Progesteronspiegel, eine Zyste oder eine Reizung des Muttermunds können sie auslösen, mehr dazu unter Zwischenblutungen: Ursachen. Wie du eine Blutung in der Frühschwangerschaft von einer Periode unterscheidest, erklärt der Artikel Periode während der Schwangerschaft: Ist das möglich?

Kann man die Einnistung spüren?

Viele Frauen berichten in der zweiten Zyklushälfte von Ziehen im Unterleib, Brustspannen, Müdigkeit oder leichter Übelkeit und deuten diese Symptome als Zeichen der Einnistung. Das Problem: Genau diese Symptome verursacht das Hormon Progesteron in jedem Zyklus nach dem Eisprung, ob eine Einnistung stattfindet oder nicht. Der sogenannte Einnistungsschmerz ist nicht belegt, die Blastozyste ist zu diesem Zeitpunkt kleiner als ein Zehntel Millimeter und hat keine Nerven, die sie reizen könnte.

Ein sicheres körperliches Zeichen der Einnistung gibt es deshalb nicht. Was du in den Tagen nach dem Einnistungsfenster beobachten kannst, ist die Basaltemperatur: Bleibt sie über den Tag der erwarteten Periode hinaus erhöht, spricht das für eine Schwangerschaft. Einen zweiten Anstieg um das Einnistungsdatum, den manche Frauen in ihrer Kurve sehen, gibt es zwar, er ist aber keine verlässliche Methode. Den Nachweis liefert erst das hCG.

Ab wann ist hCG nachweisbar?

Sobald die Einnistung begonnen hat, gibt der Embryo hCG in das Blut der Mutter ab. Im Blut ist das Hormon frühestens etwa an Tag 9 nach dem Eisprung messbar, meist erst an Tag 10 bis 11. In der Frühschwangerschaft verdoppeln sich die hCG-Werte etwa alle 48 bis 72 Stunden, im Urin erscheinen sie mit ein bis zwei Tagen Verzögerung und in geringerer Konzentration. Daraus ergeben sich die Testtermine, die der Rechner oben anzeigt:

  • Bluttest in der Praxis: ab Tag 9 bis 11 nach dem Eisprung, misst schon Werte ab etwa 1 bis 2 mIU/ml.
  • Frühtest im Urin: Tests mit einer Empfindlichkeit von 10 mIU/ml können ab etwa Tag 10 bis 12 nach dem Eisprung anschlagen, also drei bis vier Tage vor der erwarteten Periode. Ein negatives Ergebnis in dieser Phase sagt wenig aus, weil das hCG noch unter der Nachweisgrenze liegen kann.
  • Normaler Schwangerschaftstest (25 mIU/ml): verlässlich ab dem Tag der ausgebliebenen Periode, also rund 14 Tage nach dem Eisprung.

Bei einer späten Einnistung an Tag 11 oder 12 verschiebt sich alles um zwei bis drei Tage, ein Schwangerschaftstest am Tag der erwarteten Periode kann dann noch negativ sein. Warte in diesem Fall drei Tage und teste erneut mit dem ersten Morgenurin. Den besten Zeitpunkt für deinen Fall rechnet der Schwangerschaftstest-Rechner aus, welche Frühtests zuverlässig sind, zeigt der Vergleich der Schwangerschaftsfrühtests.

Einnistung nach IVF oder ICSI

Nach einer künstlichen Befruchtung entfällt die Wanderung durch den Eileiter, der Embryo wird direkt in die Gebärmutterhöhle übertragen. Der Rechner rechnet dann mit dem Transfertag statt mit dem Eisprung. Bei einem Tag-3-Transfer ist der Embryo drei Tage alt, der Transfertag entspricht also Eisprung plus 3, die Einnistung beginnt meist innerhalb von 3 bis 5 Tagen. Bei einem Tag-5-Transfer wird bereits eine Blastozyste übertragen, die sich innerhalb von 1 bis 3 Tagen anheftet.

Die Kinderwunschpraxis bestimmt das hCG meist 10 bis 14 Tage nach dem Transfer im Blut. Ein Urintest davor ist nicht sinnvoll, weil der hCG-Trigger zum Auslösen des Eisprungs bis zu 10 Tage im Körper nachweisbar bleibt und den Test falsch positiv machen kann. Nach einem positiven Bluttest rechnet der SSW-Rechner nach Eisprung mit dem Transferdatum und der Tag-3- oder Tag-5-Korrektur die Schwangerschaftswoche und den Geburtstermin aus.

Späte Einnistung und Fehlgeburtsrisiko

Die Studie von Wilcox und Kollegen aus dem Jahr 1999 verfolgte bei 189 Frauen mit Kinderwunsch täglich die hCG-Werte im Urin. Von den 199 erfassten Schwangerschaften begann die Einnistung bei 84 Prozent an Tag 8, 9 oder 10 nach dem Eisprung. Bei Einnistungen bis Tag 9 endeten 13 Prozent in einer frühen Fehlgeburt, bei Tag 10 waren es 26 Prozent, bei Tag 11 52 Prozent und ab Tag 12 sogar 82 Prozent. Eine späte Einnistung ist also ein Hinweis darauf, dass sich der Embryo langsamer entwickelt oder die Gebärmutterschleimhaut nicht optimal vorbereitet war.

Für dich heißt das: Ein früher Frühtest, der erst spät und schwach positiv wird, kann auf eine späte Einnistung deuten. Er ist kein Urteil, viele dieser Schwangerschaften verlaufen normal und enden mit der Geburt eines gesunden Babys. Er ist aber ein Grund, den Verlauf des hCG in der Praxis kontrollieren zu lassen und die Fruchthöhle ab etwa SSW 5 bis 6 im Ultraschall bestätigen zu lassen, statt mit immer neuen Urintests zu warten.

Kann man die Einnistung fördern?

Verlässliche Mittel, die Einnistung gezielt zu verbessern, gibt es nicht. Weder Ananas, Rote Bete noch Bettruhe nach dem Eisprung haben in Studien einen Effekt gezeigt, und auch spezielle Präparate mit Wirkversprechen zur Einnistung sind nicht belegt. Was nachweislich hilft, ist banal: ab Kinderwunsch täglich Folsäure (400 µg, laut DGE mindestens vier Wochen vor der Empfängnis beginnen), Rauchstopp, Alkoholverzicht, ein Gewicht im Normalbereich und guter Schlaf. Diese Maßnahmen senken das Risiko für Fehlbildungen und frühe Fehlgeburten, sie machen die Einnistung nicht wahrscheinlicher.

Was du in der Wartezeit vermeiden solltest: sehr hohe Dosen Schmerzmittel wie Ibuprofen, Saunagänge bei Fieber und intensiven Alkoholkonsum. Normaler Sport, Sex, Stress im Alltag und Reisen schaden der Einnistung nicht. Wer den Eisprung im nächsten Zyklus genauer treffen will, nutzt den Eisprungrechner zusammen mit Ovulationstests.

Wann solltest du zur Ärztin gehen?

Bleibt die Schwangerschaft trotz zeitlich passendem Verkehr über zwölf Monate aus, ab 35 Jahren über sechs Monate, ist die Kinderwunschsprechstunde der richtige Ort für Paare. Dort werden Hormonwerte, Schilddrüse, Eileiter und Spermien untersucht und bei Bedarf der Eisprung ausgelöst. Auch nach zwei oder mehr frühen Fehlgeburten lohnt sich die Abklärung, etwa auf Gerinnungsstörungen oder Fehlbildungen der Gebärmutter.

Sofort ärztlich abklären lassen solltest du eine Blutung nach positivem Test, die stärker wird oder mit starken, einseitigen Schmerzen im Unterleib einhergeht. Das kann auf eine Fehlgeburt oder eine Eileiterschwangerschaft hinweisen, bei der sich die Eizelle außerhalb der Gebärmutter eingenistet hat. Eine Schmierblutung ohne Schmerzen im Einnistungsfenster ist dagegen kein Notfall, sondern fast immer harmlos.

Redaktion Eisprungkalender24· Stand:

Redaktionell erstellt und geprüft. Kein Ersatz für ärztlichen Rat, bei Beschwerden bitte eine Frauenärztin oder einen Frauenarzt aufsuchen.

Häufige Fragen

Wann findet die Einnistung statt?

Sechs bis zwölf Tage nach dem Eisprung, bei den meisten Schwangerschaften an Tag 8 bis 10. Eine große Studie (Wilcox et al., 1999) fand die höchste Rate an Tag 9 nach dem Eisprung; sehr späte Einnistungen ab Tag 11 gingen häufiger mit Fehlgeburten einher.

Was ist eine Einnistungsblutung?

Eine schwache, meist hellrosa oder bräunliche Schmierblutung, die bei etwa jeder vierten Schwangerschaft um den Zeitpunkt der Einnistung auftritt. Sie dauert Stunden bis maximal zwei Tage und ist deutlich schwächer als eine Periode.

Kann ich die Einnistung spüren?

Manche Frauen berichten von leichtem Ziehen im Unterleib oder Brustspannen, doch das sind auch normale Zeichen der zweiten Zyklushälfte (Progesteron). Ein sicheres körperliches Zeichen der Einnistung gibt es nicht; der Nachweis ist erst über hCG möglich.

Ab wann ist hCG nachweisbar?

Im Blut frühestens etwa neun Tage nach dem Eisprung, wenige Tage nach der Einnistung. Im Urin verlässlich ab dem Tag der erwarteten Periode, mit Frühtests einige Tage davor, dann aber mit Risiko auf falsch-negative Ergebnisse.

Wann nistet sich der Embryo nach IVF oder ICSI ein?

Nach einem Tag-5-Transfer (Blastozyste) beginnt die Einnistung meist innerhalb von 1 bis 3 Tagen, nach einem Tag-3-Transfer innerhalb von 3 bis 5 Tagen. Der Transfertag ersetzt im Rechner den Eisprung: Tag-3-Transfer entspricht Eisprung plus 3, Tag-5-Transfer Eisprung plus 5. Der Bluttest in der Kinderwunschpraxis folgt meist 10 bis 14 Tage nach dem Transfer.

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